Sozialer Zaun der AWO wieder mit hoher Aufmerksamkeit bedacht

Sozialer Zaun der AWO wieder mit hoher Aufmerksamkeit bedacht

Wilhelm-Straße auf. Neben der gewohnt hohen Resonanz durch die Bedürftigen wurde dieses Mal sogar das Radio auf die Aktion aufmerksam. Am Donnerstag, den 9. Mai, durften die Geschäftsführerin der AWO Sozialen Dienste gGmbH Angelika Nosal und Verbandskoordinatorin Susanne Woll Johannes Stier vom SWR in der Geschäftsstelle begrüßen, der die beiden Verantwortlichen über die Idee und die Umsetzung des Zaunes befragte.

So gab Susanne Woll zu Protokoll, dass die Aktion erstmals 2017 stattfand und sie diese in Darmstadt gesehen und nach Bruchsal geholt habe. Anfangs habe man sich dafür einen Zaun beim Bauhof der Stadt Bruchsal geliehen, inzwischen konnte aber über die Spende eines Unternehmers ein eigener Bauzaun angeschafft werden. „Über das ganze Jahr erhalten wir regelmäßig Spenden für die 3 Bereiche, in denen wir die von Füllhorn bereitgestellten biologisch abbaubaren Tüten füllen und an den Zaun hängen. Dabei handelt es sich um haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel sowie Tierfutter. Die Spendenbereitschaft ist auch nach den inzwischen 2 Jahren seit der ersten Aktion ungebrochen“ so die Verbandskoordinatorin. Auch Angelika Nosal konnte dem SWR nur über positive Resonanz berichten. „Die Rückmeldungen sind immer gute, dies zeigt auch die Nachricht, die jemand auf dem Banner hinterlassen hat“ berichtet die Geschäftsführerin. Dort ist zu lesen, dass man bitte nicht mit dem Sozialen Zaun aufhören solle, denn „man fühlt sich nicht so alleine gelassen“. „Dies ist natürlich eine schöne Bestätigung für unser Tun, auf der anderen Seite ist es aber auch bedauerlich, dass es in unserer Gesellschaft tatsächlich noch so viele Menschen gibt, die auf solche Angebote angewiesen sind“ so die beiden AWO-Repräsentantinnen.

Den Sozialen Zaun wird es dieses Jahr wieder im Oktober geben. Der Bericht des SWR kann auf dessen Homepage www.swr.de abgerufen werden.

Das Prinzip des Sozialen Zauns lässt sich auf den kurzen Satz „Wer hat, der gibt – wer nichts hat, nimmt“ zusammenfassen. So werden beispielsweise originalverpackte Hygieneartikel, haltbare Nahrungsmittel wie Konserven oder Kekse und Tiernahrung in durchsichtigen Plastiktüten beschriftet an den Zaun in der Innenstadt in direkter Nähe zum Bahnhof gehängt. Bedürftige – egal ob Hartz-IV-Empfänger, Asylbewerber oder Obdachlose – können sich genau das nehmen, was sie aktuell benötigen.

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