Ferienprogramm des Jugendzentrums „Juze“ Weingarten geht zu Ende

Langeweile in den Sommerferien – die gibt es vielleicht andernorts, aber nicht hier, im Ferienprogramm des „Juze“, dem Jugendzentrum der Arbeiterwohlfahrt (AWO) am Rande von Weingarten. Denn wo allerlei Kreativangebote und sportliche Aktivitäten zum Toben und Verweilen einladen, wird dem Sommerloch der Kampf angesagt: „Wir sind froh, auch in diesem Jahr wieder ein vielfältiges Angebot auf die Beine gestellt bekommen zu haben“, sagt Markus Butterer, der Leiter des Jugendzentrums. Gemeinsam mit einem Team aus sieben Gruppenleitern und einer Küchenchefin sei es gelungen, insgesamt rund 60 Kindern zwei abwechslungsreiche Wochen zu bieten - mit allerlei Highlights, an die viele hier gerne zurückdenken werden. „Die Wasserbombenschlacht“, nennt etwa Ella gefragt nach ihrem spannendsten Erlebnis. „Aber die Farbschleuder hat auch Spaß gemacht“, ergänzt sie und meint damit: Eine kreative Eigenkonstruktion, die es wohl nur im „Juze“ zu erleben gibt. Aus einem alten Mixer und einigen Hölzern hat das Team des Jugendzentrums ein Werkzeug für kleine Künstlerinnen und Künstler gebaut. Das Herzstück: Ein sich drehender Teller, auf den das eigens dafür selbst geschöpfte Papier gelegt und in Rotation versetzt wird. Wenn Ella und andere Kinder dann mit Farbe auf das rotierende Papier spritzen, entstehen abstrakte, symmetrische Muster.

Andere Nachwuchs-Künstler wollten ihre Werke weniger dem Zufall überlassen und legten etwa als Steinmetz mit Hammer und Feile gleich selbst Hand an, um aus einem grauen Steinblock formvollendete Skulpturen entstehen zu lassen. Nicht fehlen durfte in der Ferienfreizeit auch der Bastelklassiker schlechthin, den farbenfroh mit der Batik-Technik umgestalteten T-Shirts – auch in diesem Jahr hatte die Kreativität bei den Mustern und Farben wieder freien Lauf. Besonders groß war die Freude jedoch beim Toben und Spielen auf dem weitläufigen Gelände der AWO Weingarten. Und natürlich: Eis, das an den heißen Tagen für die nötige Abkühlung sorgte, darf hier nicht vergessen werden.

Der besondere Dank von „Juze“-Leiter Markus Butterer gilt den Gruppenleitern im Alter von 14-21 Jahren, die bei der Betreuung der jüngeren Kinder ehrenamtlich unterstützt haben. „Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wenn Jugendliche, die gerade selbst Sommerferien haben, zwei ihrer sechs Ferienwochen nutzen, um sich sozial zu engagieren“, hebt er hervor. Für Gruppenleiterin Chiara ist das fast eine Selbstverständlichkeit – sie verbringt wie ihre Kolleginnen selbst regelmäßig die Freizeit im Jugendzentrum. „Das Juze ist unser zweites Zuhause“, meint sie. „Es macht einfach Spaß, mit Kindern zu arbeiten“, ergänzt Teamer Christian. Für ihn ist spätestens nach zwei Wochen Ferienprogramm klar: Das will er auch weiterhin machen – wenn nach den Sommerferien für die 60 Kinder wieder die Schule weitergeht, dann beginnt für ihn die Ausbildung zum Erzieher.

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