Solidarität für Alle

Arbeiterwohlfahrt startet mit Eintopf-Essen und „Sozialem Zaun“ ins neue Jahr

Bruchsal. Unter dem Motto „Solidarität für Alle“ startet die Arbeiterwohlfahrt im Landkreis Karlsruhe ins neue Jahr. „2016 hat uns gezeigt, dass es auch im Landkreis Karlsruhe Menschen gibt, die unsere Unterstützung benötigen, denen es nicht so gut geht“, so die Geschäftsführerinnen Angelika Nosal und Elke Krämer, die gemeinsam mit Verbandskoordinatorin Susanne Woll verschiedene soziale Projekte für 2017 initiieren möchten.

Bereits im Herbst 2016 gab es im Rahmen der Aktionswoche „Es ist genug! … genug für Alle!“ der Liga der freien Wohlfahrtspflege Baden-Württemberg eine Benefiz-Eintopf-Essen, bei dem Jedermann eingeladen war. Gegen eine Spende zugunsten sozial-schwächerer Senioren in den Pflegeeinrichtungen des Wohlfahrtsverbands im Landkreis konnten sich die Besucher den Eintopf der hauseigenen Küche schmecken lassen. „Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden und werden die Aktion quartalsweise wiederholen“, berichtet Susanne Woll, die beim ersten Essen immerhin 350 Euro in der Spendenkasse hatte, von den weiteren Plänen. Das nächste Eintopf-Essen steht schon fest und findet am Donnerstag, 9. März, von 17 bis 19 Uhr in den Räumlichkeiten der AWO in der Prinz-Wilhelm-Straße 3 in Bruchsal statt. Eingeladen ist jeder – spenden darf, wer möchte und kann.

Ein weiteres ganz besonderes Projekt soll im Rahmen der Landessammlung vom 4. bis zum 12. März stattfinden: ein sogenannter „Sozialer Zaun“ auf dem Gelände der Geschäftsstelle. Ähnliches gibt es seit einem Jahr erfolgreich in Darmstadt. Hier werden gut erhaltene, wetterangepasste Schuhe und Kleider, Ausrüstungsgegenstände wie Isomatten oder Zelte, originalverpackte Hygieneartikel und Tiernahrung in durchsichtigen Plastiktüten beschriftet an einen Zaun in der Innenstadt gehängt. Bedürftige – egal ob Hartz-IV-Empfänger, Asylbewerber oder Obdachlose – können sich genau das nehmen, was sie aktuell benötigen.

„Die Aktion läuft in Darmstadt überragend, die Spendenbereitschaft ist hoch und die Bedürftigen freuen sich über eine unkomplizierte Möglichkeit, schnell an trockene Wäsche oder benötigte Artikel zu gelangen“, fasst Susanne Woll die Erfahrungen aus Darmstadt zusammen. „In Bruchsal starten wir zunächst nur mit Hygieneartikeln und Tierfutter und stellen den Zaun erst einmal für eine Woche auf“, erklärt Angelika Nosal den geplanten Verlauf. Je nach „Erfolg“ des Projekts kann dieses natürlich weitergeführt und ausgeweitet werden.

„Die AWO hat in ihren Grundwerten die Solidarität tief verankert“, unterstreicht Kreisvorsitzender Roland Herberger den Kernpunkt der Aktionen und Projekte. „Wir müssen solidarisch mit unseren Mitmenschen bleiben, durch praktisches Handeln füreinander einstehen und die Gleichgültigkeit am Schicksal anderer überwinden.“ Die Arbeiterwohlfahrt als einer der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege setzt sich für eine sozial gerechte Gesellschaft ein.

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