Große Verbundenheit zur AWO

Fünf Mitarbeiter für insgesamt 110 Jahre Betriebszugehörigkeit ausgezeichnet

Bruchsal. „Es sind für mich ganz besondere Momente, Mitarbeiter mit einer so langen Betriebszugehörigkeit zu ehren. Das zeigt doch die große Verbundenheit, die sie zur Arbeiterwohlfahrt haben“, so Angelika Nosal, Geschäftsführerin der AWO Soziale Dienste gGmbH in ihrer Ansprache im Rahmen einer kleinen Feierstunde, die zu Ehren der Jubilare nun in der AWO Geschäftsstelle stattfand.

Mit insgesamt 110 Jahren Betriebszugehörigkeit prägten die fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Geschichte des Kreisverbands Karlsruhe-Land deutlich mit. Und dabei war dies oftmals gar nicht geplant. So beispielsweise bei Gertraud Dittes. Als Übergangslösung zwischen Ausbildung/Studium und Beruf übernahm sie im Sommer 1996 das Spielmobil in Bretten. Inzwischen sind daraus 20 Jahre geworden. „Und es macht weiterhin unglaublich viel Freude“, so die Erzieherin, die mit einem umgebauten Bauwagen durch die Stadtteile und die Kernstadt tourt und dabei jede Woche neue Kinder begeistert.

Ähnlich ging es auch Gabriele Weidner. Die ausgebildete Erzieherin dachte sich „mit 60 kann ich diesen Beruf nicht mehr machen“ und sattelte auf die Altenpflege um. Frühzeitig meldete sie dies beim Arbeitsamt und bekam prompt den Anruf von Jakob Giesser, damaliger Geschäftsführer der AWO, sie möge doch bitte dringend die Leitung der Betreuten Wohnanlage in Bad Herrenalb übernehmen. Auch sie ist bis heute dort geblieben und ist inzwischen eine richtige Institution.

Und auch Harald Müller ist seinem Arbeitsplatz von Anfang an treu geblieben. Der Sozialarbeiter übernahm 1996 die Leitung des Jugendhauses Eggenstein und hat diese Funktion auch heute noch inne.
Bettina Krause, ebenfalls für 20 Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt, hat bereits mehrere Stationen bei der AWO durchlaufen. Als Krankenschwester begonnen, baute sie bald die erste Sozialstation in Linkenheim-Hochstetten auf, bevor sie in die AWO Geschäftsstelle nach Bruchsal wechselte und von dort die Koordination der Sozialstationen und deren Kunden übernahm. Als schließlich 2005 das AWO Seniorenzentrum „Am Hag“ in Wiesental eröffnet wurde, übernahm sie dessen Geschäftsführung und Leitung. Inzwischen ist sie als Projektkoordinatorin im gesamten Landkreis tätig und zeichnet für die Ausbildung der Alltagsbegleiter verantwortlich.

Noch einmal zehn Jahre mehr bringt Sieghard Roth zusammen. Doch seine persönliche AWO-Zeit beginnt noch um einiges früher. Bereits 1976 war er als Ferienhelfer auf seiner ersten AWO-Freizeit dabei – und führte dies bis 1983 weiter. Als Zivildienstleistender war Sieghard Roth, den man in der AWO besser als „Dan“ kennt, 1982 für den Auf- und Ausbau von Schülerhilfen zuständig. Im September 1984 arbeitete er als Sprachlehrer „Deutsch für Ausländer“ in Münzesheim und Bruchsal, bevor er am 1. Juli 1985 die hauptamtliche Stelle als Leiter des AWO-Ferienwerks übernahm. Nach fünf intensiven Jahren wechselte er im September 1990 nach Leopoldshafen und übernahm dort die Leitung des Schülerhorts. Seit 1993 ist er nun Leiter des Schülerhorts Linkenheim und somit dort eine wahre AWO-Institution.

Auch AWO Geschäftsführerin Elke Krämer, Betriebsratsvorsitzender Clemens Lomnitzer sowie die Abteilungsleitungen für Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen Dagmar Rolli und Marc Brommer überbrachten Glückwünsche an die Jubilare und hoffen auf zahlreiche weitere Jahre – denn so viel geballtes AWO-Wissen und Kompetenz muss erhalten bleiben. Zumindest bei Gabi Weidner wird dies leider nicht der Fall sein. Die Hausleitung der Betreuten Wohnanlage Bad Herrenalb geht Ende Oktober in Rente und feierte quasi mit der Ehrung ihren Abschied in den Ruhestand.

Zurück