AWO-Spielfest in Philippsburg

Philippsburg (klu). Die Freude am Spielen war dem siebenjährigen Dominik aus Weingarten ins Gesicht geschrieben. „Das ist toll hier“, war seine knappe Antwort, ehe er sich wieder schnurstracks den teils manngroßen Seifenblasen zugewendet hatte. Toll fanden es auch die vielen anderen Kinder, die gestern nach Philippsburg gekommen waren. Dort fand am Sonntag auf dem großzügigen Gelände des AWO-Schülerhorts unter dem Motto „Spielen-Toben-Spaß haben“ das diesjährige kreisweite Kinderfest der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Karlsruhe-Land statt. „Wir haben hier ideale Bedingungen“, sagte AWO-Kreisvorsitzender Roland Herberger. Der pensionierte Realschulrektor aus Wiesental bestätigte auch den hohen pädagogischen Wert des gemeinsamen Spielens: „Ein Großteil der kognitiven Entwicklung sowie der motorischen Fähigkeiten findet durch Spielen statt“, erläuterte Herberger, ein Nachfahre des legendären ehemaligen Bundestrainers Seppl Herberger, der ja bekanntermaßen zum (Fußball)Spielen auch eine besondere Affinität hatte.

Für Dominik aus Weingarten sowie für die vielen anderen Kinder rückten gestern jedoch die erzieherischen Werte des Spielgedankens eher in den Hintergrund. Sie hatten vor allem Spaß und erfüllten damit die Zielvorgabe der gastgebenden Arbeiterwohlfahrt. „Es ist heute das Fest der Kinder, die auch einen Teil des Programms selbst gestalten“, erwähnte Susanne Woll, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der AWO Karlsruhe-Land. Sie zeigte sich überrascht, wie viele Kinder mit ihren Eltern und Großeltern bereits zur Mittagszeit anwesend waren. Dabei störte auch nicht die dichte Wolkendecke am Himmel und die gelegentlichen Regenschauer. Das ehemalige Pfarrzentrum, in dem unter der Leitung von Spielfest-Organisator Clemens Lomnitzer seit wenigen Monaten der Philippsburger Schülerhort untergebracht ist, verfügt über einen geräumigen Saal mit Bühne. Dort zeigten die Kinder der Musical AG des Kirrlacher Schülerhorts Ausschnitte aus ihrem Programm, während andernorts das Kinderschminken, die Geschicklichkeitsspiele sowie das Herstellen eigener Buttons und filigraner Armbändchen und Halsketten eine große Nachfrage erfuhren. Besondere Attraktionen fanden im Außenbereich statt. Ständig umlagert waren der Seifenblasen-Stand sowie die vom Jugendtreff Oberhausen-Rheinhausen angebotene Torwand. Kraft und Geschicklichkeit waren beim Klettern mittels eines Seilzugs gefordert. Nicht leicht fiel es den Kindern sich von ihren gasgefüllten Luftballons zu trennen. Eine pragmatische Lösung fand der fünfjährige Hadi: „Ich lasse meinen Luftballon jetzt aufsteigen und hole mir für zu Hause noch einen zweiten“, sagte er zu seiner Mutter. Dabei fand der gelbe Ballon bei heftigem Wind zunächst kaum Höhe. Ganz so, als fiele es ihm ebenfalls schwer sich von Hadi zu trennen. (Foto: Klumpp)

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