AWO OV Malsch spendet an das Arbeitsprojekt "Heartwork"

Abgehängt? Nicht bei uns!

„Geld ist nicht alles“ sagte einst George Bernard Shaw. Aber Geld kann neben vielem Negativen auch oft etwas Gutes bewirken – nämlich dann, wenn man es richtig einsetzt. Wie und wo man dies tun könnte, darüber machte man sich im Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt Malsch lange seine Gedanken. 300€ konnte man durch die Teilnahme mit seinem Arbeitsprojekt am letztjährigen Malscher Weihnachtsmarkt einnehmen, eine Summe, die für ein Kind viel, für ein großes Projekt aber doch zu wenig zu sein schien. Letzten Endes entschied man sich die Summe dem Projekt „Heartwork“ zukommen zu lassen und stieß damit auf große Begeisterung Seitens der Projektverantwortlichen. Auch deshalb entschied sich eine kleine Delegation des Ortsvereins einmal die Werkstätten des Projekts zu besuchen; ein Besuch, der nachhaltigen Eindruck hinterlassen sollte.

200 Menschen arbeiten bei „Heartwork“, einem Arbeitsprojekt der AWO, das es als abgehängt geltenden Menschen ermöglicht, wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. In der Werkstatt arbeiten sie mit vielerlei Materialien wie Holz, Beton, Papier oder auch Stoff und erschaffen dabei Produkte, die ein hohes Maß an Kunstfertigkeit mit sich bringen. Dabei entstehen Artikel, die im Haushalt nützlich sein können oder auch „nur“ als Dekoration dienen. Diese werden dann zu einem erschwinglichen, aber angemessenem, Preis zum Verkauf angeboten. Die Werkstatt produziert eine bunte Palette an Waren, die darüber hinaus auch saisonal wechseln. Erhältlich sind diese im Bürgerzentrum Innenstadt in der Adlerstraße 33 in Karlsruhe, Öffnungszeiten sind dienstags, donnerstags, freitags und samstags von 10 bis 16 Uhr. Ein immerwährendes Ziel des Projektes ist es, auch an größere Aufträge zu gelangen, da diese über einen langen Zeitraum eine Beschäftigungsmöglichkeit gewährleisten.

Über die Werkstattarbeit hinaus bietet „Heartwork“ auch einen Helferdienst für handwerkliche Tätigkeiten an, ebenso wie einen Fahrdienst. Die Teilnehmer des Projekts werden über Kooperationspartner auch in andere Tätigkeiten vermittelt, so fanden viele Arbeit als Hausmeister oder als Küchenhelfer.

Der Erfolg eines Projekts wird oft über die Höhe der Nachfrage bewiesen. Im Falle von „Heartwork“ ist diese riesig. Bei ihrem Besuch konnte die Delegation des Ortsvereins in Erfahrung bringen, dass aktuell 200 Personen am Projekt teilnehmen – und die Warteliste mit weiteren Menschen, die daran teilnehmen wollen, für Monate im Voraus gefüllt ist. Dies zeigt auch deutlich, wie wichtig der Wert einer geregelten Arbeit für einen Menschen ist. Und wie wichtig es ist, dass es Projekte wie „Heartwork“ gibt, die den Menschen diesen Wunsch erfüllen, ihnen die Hand reicht und es ihnen ermöglicht, wieder in der Praxis mit einer Beschäftigung einen geregelten Arbeitsalltag vorzufinden. Um dabei optimal unterstützt zu werden beschäftigt das Projekt neben Fachpersonal, das die Arbeitssicherheit in der Werkstatt gewährleistet, auch Sozialarbeiter und Arbeitspädagogen, die Hand in Hand eine allumfängliche Betreuung für Körper und Geist der Projektteilnehmer ermöglichen. Diese Betreuung geht auch über die Arbeitszeit hinaus, zum Beispiel dann, wenn es um das Ausfüllen von Formularen oder anderweitige pädagogische Maßnahmen geht.

Der Ortsverein zeigte sich bei seinem Besuch begeistert von dem Projekt an sich und der dort geleisteten Arbeit. Einigkeit herrscht nach wie vor darin, dass Geld nicht alles ist – aber was „Heartwork“ mit einer Spende alles bewirken kann, das ist mit Geld nicht aufzuwiegen! Denn bei „Heartwork“ zählt jeder einzelne Mensch und ist dabei mehr als nur eine Zahl in einer Statistik. Mehr zum Projekt findet sich unter www.awo-karlsruhe.de.

Zurück