Zwerge und Riesentrolle in der AWO Kindergarten KribbelKrabbel

Zwerge und Riesentrolle

Am Dienstag, den 21. November, erhielten die Kinder des Kindergartens Kribbelkrabbel in Linkenheim einen ganz besonderen Besuch von allerlei Zwergen, anderen Winzlingen und gar einem Riesentroll. Denn das Marionettentheater TrollToll unter der Leitung von Hanne Heinstein gab an diesem Morgen eine Vorstellung seines Stückes „Kalline und der Riesentroll“. TrollToll erzählt Geschichten für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter, die sich unter anderem mit den Bereichen Gewalt-Prävention, Toleranz und dem friedvollen Miteinander auseinandersetzen. Dabei aber stets ohne moralisierend zu sein dargebracht und mit viel Spaß für die kleinen und nicht mehr ganz so kleinen Zuschauer aufbereitet.

Die an diesem Morgen dargebrachte Geschichte von „Kalline und der Riesentroll“ handelte vom an-sich-selbst-glauben, Selbstvertrauen entwickeln und dem Widerstehen gefährliche Verlockungen. Kalline wohnt mit ihrem Bruder Kalle in einem Zwergendorf, umgeben von hohen Bergen und einem Zauberwald. Kalline putzt, wäscht und kocht für alle. Kalle hingegen, als größter und stärkster im Zwergendorf, sorgt für Recht und Ordnung und beschützt die anderen, wenn Gefahr droht. So wie an einem Morgen, als der stets hungrige Riesentroll Knorz seine Höhle in den Bergen verlässt und die Milchkuh Lisa aus dem Zwergendorf entführt. Kalle, der gerade auf einem seiner Streifzüge durch die Wälder ist, ist nicht zugegen und so liegt es an Kalline, die Milchkuh aus den Fängen des Riesentrolls zu befreien und so den Fortbestand des Dorfes zu sichern. Nach anfänglichem Zögern und Zaudern macht sich Kalline auf und muss auf ihrem Weg durch den Zauberwald allerlei Gefahren und brenzligen Situationen ausweichen, so unter anderem einer hungrigen Hexe, die seit Hänsel und Gretel niemanden mehr in ihr Pfefferkuchenhäuschen hat locken können. Doch Kalline widersteht nicht nur dem schmackhaften Angebot von Lebkuchen und Schokolade, sondern bekehrt die Hexe sogar dahingehend, sich ab sofort der Kräuterheilkunde zuzuwenden. Als Dank erhält Kalline dafür von der Hexe den Zauberspruch „Hexcalibur“, den sie dann einsetzen soll, wenn sie in Gefahr gerät. Schließlich findet sie dank der Hilfe eines Elches die Höhle von Knorz, wird von diesem aber beim Versuch, Lisa zu befreien, entdeckt. Knorz ist erfreut darüber, nun nicht nur ständig Milch sondern auch noch jemanden zu haben, der für ihn kocht und putzt, doch Kalline erinnert sich an den Zauberspruch – und ruft diesen mit Hilfe der Kinder im Publikum lauthals aus. Und Knorz ist verschwunden – doch nicht ganz. Der Riesentroll ist nun so gar nicht mehr riesig, vielmehr ist er noch kleiner als das Zwergenmädchen Kalline. Was ihm natürlich so überhaupt nicht schmeckt. Doch Kalline hat ein Einsehen und gibt dem Wimmern des geschrumpften Riesen nach, unter der Drohung, dass sollte er sein Versprechen nicht halten und weiterhin böse sein, sie ihn sofort wieder schrumpfen ließe. Als Kalline aber klar wird, dass der Troll nur so böse ist, weil er stets vom Hunger geplagt ist, macht sie ihm ein Angebot, das er gar nicht ablehnen kann: Da Lisa ohnehin mehr Milch gibt, als das Zwergendorf braucht, solle Knorz doch einfach jeden Abend zum Essen vorbeikommen. Ein Angebot ganz nach dem Geschmack des Riesentrolls.

Unter tosendem Applaus endete damit das Stück und die Kinder durften noch die liebevoll gestalteten Figuren von Kallinchen, Knorz & Co. aus der Nähe betrachten. Danach ging es schnell zurück in die Gruppen, wo die Themen des Stücks noch einmal intensiv diskutiert wurden. Mehr zu Hanne Heinstein und „TrollToll“ gibt es unter www.trolltoll.de

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