Apfelwoche in der Betreuungsgruppe Bad Schönborn

Apfelwoche BW Bad Schönborn

Wer kennt nicht das alte Sprichwort: „Einen Apfel pro Tag gegessen, kannst du den Arzt vergessen“. Ganz der Thematik des Apfels verschrieben hatte sich in der letzten Woche die beiden Betreuungsgruppen für Demenz erkrankte Menschen im Haus Kraichgaublick. Der Apfel ist heute in nahezu jedem Haushalt zu finden, seine Anwendungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten sind vielfältig – und doch ist zur Geschichte dieses Obstes relativ wenig bekannt. Sein Name findet dabei auch Einzug in vielerlei andere, passende wie unpassende Bereiche, wie in der Gruppe festgestellt wurde. Vom „Adamsapfel“ über den „Augapfel“ bis hin zum „Pferdeapfel“ wurden vielerlei Vergleiche gefunden. Auch die Geschichte des Apfels wurde verfolgt. So ist er im Biblischen sehr eng mit dem Schicksal von Adam und Eva und der Vertreibung aus dem Paradies verbunden, war es doch schließlich diese verführerische Frucht des Apfelbaums, der Gottes Zorn auf die beiden lenkte. So ist es auch nicht verwunderlich, dass im Lateinischen der Apfel „Malus“ heißt, was übersetzt „schlecht, schlimm, böse“ bedeutet. Und doch findet sich im Biblischen auch eine positive göttliche Konnotation zum Thema Apfel: so sei „ein gutes, zur rechten Zeit gesprochenes Wort ein goldener Apfel“. Die Geschichte des Apfels ist eine lange, bereits in der Antike wurden Apfelbäume kultiviert, Liebesgöttinnen wurden in dieser Zeit sehr oft mit einem Korb voller Äpfel dargestellt. Doch nicht nur in der Liebe, auch im Zentrum der Macht spielte der Apfel eine große Rolle. So galt schon im antiken Persien der Apfel als Symbol herrschaftlicher Macht. Im Mittelalter stand der „Reichsapfel“ für Vollkommenheit, Ganzheit und Einheit. Und auch in der Literatur spielt der Apfel eine nicht unwesentliche Rolle. Ob in Märchen wie Schneewittchen oder aber auch in Wilhelm Tell.

Mit den Gruppenteilnehmern wurden darüber hinaus vielerlei weitere Themen rund um das gesunde Obst behandelt, beispielsweise die Frage, wie viele Apfelsorten die Gruppenteilnehmer kennen und was man denn alles aus Äpfel herstellen kann. Passend dazu wurde auch eine Möglichkeit der Apfelverarbeitung serviert, so gab es frisch gebackene Apfelküchle mit Zucker und Zimt.

Im Haus Kraichgaublick gibt es zwei Betreuungsgruppen für an Demenz erkrankte Menschen, die Gruppen finden jede Woche Montags (14 bis 17 Uhr) und Dienstag bis Donnerstag (jeweils 9 bis 12 Uhr) statt.

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